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10 Jahre Gebetsvereinigung Regina Pacis Kevelaer

 

 

Am Samstag (11.7.) konnte P. Benny vom Pastoralteam St. Marien in Kevelaer in der Vorabendmesse den Vorstand und einige Mitglieder der Medjugorje-Gebetsvereinigung „Regina Pacis“ begrüßen. Eigentlich war für dieses Datum der jährliche große Pilgertag der Gruppe geplant gewesen, der aber musste wegen der Corona-Umstände entfallen. Dennoch sollte der 10. Jahrestag der Gründung der Vereinigung nicht unbemerkt vorübergehen. In der Abendmesse wurde der beiden Gründungsmitglieder Frau Maria Bennemann und Pfr. Richard Schulte Staade, der bis zu seinem Tod im Januar auch Vorsitzender der Vereinigung war, im Gebet gedacht. P. Benny segnete zu Beginn eine Jubiläumskerze, die für diesen Anlass gestaltet und gespendet wurde. „Regina Pacis“ veranstaltet in jedem Jahr Wallfahrten nach Medjugorje und lädt zu Pilgertreffen nach Kevelaer ein. An jedem Mittwochabend verbinden sich die Mitglieder der Gruppe zum Rosenkranzgebet.

 

 

 


 
 

Botschaft aus Medjugorje vom 25. August 2020

 

 

Liebe Kinder! Dies ist die Zeit der Gnade. Ich bin mit euch, und ich rufe euch, meine lieben Kinder, von neuem auf, zu Gott und dem Gebet zurückzukehren, bis das Gebet euch zur Freude wird. Meine lieben Kinder, ihr habt keine Zukunft und keinen Frieden, bis euer Leben mit der persönlichen Bekehrung und der Veränderung zum Guten beginnt. Das Böse wird enden, und der Friede wird in eurem Herzen und in der Welt herrschen. Deshalb meine lieben Kinder, betet, betet, betet! Ich bin mit euch und ich halte vor meinem Sohn Jesus Fürsprache für jeden von euch. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!

 

Auch wenn die Gottesmutter in ihren Botschaften selten auf konkrete Ereignisse ausdrücklich eingeht, spürt man doch, dass sie sehr wohl weiß, wie die Stimmung bei uns ist, was uns nachdenklich macht und was uns bedrückt. Irgendwie haben wir doch den Eindruck, dass das Böse Oberhand gewinnt und der Frieden in allen Bereichen auf der Strecke bleibt. Die Lage der Kirche – besonders in Deutschland – ist für die Gläubigen immer mehr ein Thema, das Sorgen bereitet. Zunehmend rufen auch Bischöfe ganz offen zur Konfrontation mit der Kirchenleitung in Rom auf. In Stellungnahmen, die eine Modernisierung der Kirche einfordern, kommt der Bezug zu Jesus Christus oft gar nicht mehr vor. Auch Maria wird in einer speziellen Reformbewegung nicht mehr als die „Magd des Herrn“ gesehen, sondern die, die auf ihre eigenen Bedürfnisse aufmerksam machen muss und sie möglichst laut einzuklagen hat. Das alles hat mit der biblischen Verkündigung und dem katholischen Glauben nichts mehr zu tun. Doch in der heutigen Botschaft kündet Maria klar und deutlich an: Das Böse wird enden!  Nicht irgendwann am Ende der Welt, sondern, wenn wir uns bekehren und beten. Die Versuchung besteht darin, aufzugeben, weil das Gebet ja scheinbar nichts bewirkt und die anderen Kräfte sowieso alles im Griff haben. Täuschen wir uns nicht. Kehren wir zum Gebet zurück und  machen wir uns klar, dass wir nur eine Zukunft haben und Frieden finden, wenn wir uns dem Guten, letztlich Gott selber, zuwenden. Es ist wirklich Zeit der Gnade, das heißt, der Himmel wendet uns Geschenke in einem bisher nicht gekannten Ausmaß zu. Allerdings wachsen auch die Widerstände und die Aktivitäten der anderen Seite, um uns zu verwirren und zu entmutigen. Maria hat uns im Blick und lässt uns nicht im Stich. Ihre Sendung in unserer Zeit bedeutet zunehmend, die Kirche auf die Vollendung und die Wiederkunft ihres Sohnes vorzubereiten. Mit dieser „letzten Zeit“ ist viel Unklarheit, Irrtum und Orientierungslosigkeit verbunden. Und mehr als in früheren Zeiten werden die treuen Beter, Gläubige und Hirten, von ihr gebeten, mit dem Himmel zu fühlen und durch Gebet und Opfer möglichst vielen zur Umkehr zu verhelfen. Viele Marienkinder haben im Moment den Eindruck, dass sie die Widerstände der Welt nun richtig um die Ohren bekommen. Dieser Eindruck ist durchaus realistisch. Leider wird dieser Kampf auch innerhalb der Kirche geführt. Lassen wir uns nicht entmutigen, sondern vertrauen wir darauf, dass am Ende ihr Unbeflecktes Herz triumphieren wird, wie sie es uns versprochen hat.                            (Pastor Gereon Beese)

 

 

 

 

Sucht den Herrn, solange er sich finden lässt, ruft ihn an, solange er nahe ist. Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken und eure Wege sind nicht meine Wege. (Jes 55,6+8 - 1.Lesung)

 

Darauf warte und hoffe ich, dass Christus durch meinen Leib verherrlicht wird, ob ich lebe oder sterbe. Denn für mich ist Christus das Leben und Sterben Gewinn. (Phil 1,20f  - 2.Lesung)

 

Ich will dem Letzten eben soviel geben wie dir. Darf ich mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will? So werden die Letzten die Ersten sein.  (Mt 20,14-16 – Evangelium)

 

Mit den Rechnungen Gottes und menschlichen Kalkulationen hatten wir schon am letzten Sonntag zu tun bei der Frage, wie oft man vergeben muss. Auch heute gibt es einen ähnlichen Konflikt. Nach menschlicher Vorstellung wird unsere Arbeit nach Tarifen bezahlt, die sich an Ausbildung, Qualität und Arbeits-zeiten ausrichten. Wer gut und viel arbeitet, soll viel verdienen, wer nicht so viel arbeitet, eben weniger. Der Gutsherr im Gleichnis bezahlt alle Arbeiter gleich: die, die den ganzen Tag geschuftet haben und die, die zum Schluss noch eingesprungen sind, als das meiste schon gelaufen war. Der Konflikt ist vorpro-grammiert, obwohl jeder bekommt, was vereinbart wurde. Die Geschichte wird als Gleichnis für das Himmelreich angekündigt. Was bedeutet das? Wir haben bei Gott keine Ansprüche, was den Lohn für unsere religiöse und geistliche Mühe angeht. Nach dem Motto: Kann doch nicht sein, dass der, der sich erst auf dem Sterbebett bekehrt, genauso in den Himmel kommt wie der, der sein ganzes Leben gebetet und geopfert hat. Vielleicht fühlen wir uns auch an den älteren Sohn im Gleichnis vom Barmherzigen Vater erinnert, der sich beschwert, dass für den gescheiterten Heimkehrer ein großes Fest veranstaltet wird, während er, der treue und fleißige Arbeiter, nie durch eine kleine Feier belohnt wurde. Wenn wir wirklich Diener Gottes sind, dann machen wir uns seine Barmherzigkeit und Zuneigung zu eigen. Dann freuen wir uns, wenn möglichst viele im letzten Moment sich noch bekehren und das Ziel bei Gott erreichen. Dann nutzen wir die Zeit auf Erden, um Menschen im Gebet und im Zeugnis zu berühren, um sie für Christus zu gewinnen. Dann verstehen wir sofort, was der Barmherzige Vater dem älteren Sohn sagt:  Du bist doch immer bei mir und alles, was mein ist, ist dein. Aber jetzt müssen wir uns freuen und ein Fest feiern (Lk 15,31f). Das letzte Urteil Gottes über uns wird von seiner Gerechtigkeit geleitet, aber mehr noch von seiner Barmherzig-keit. Niemand kann sich den Lohn und das Fest verdienen, wir alle sind darauf angewiesen, es geschenkt zu bekommen.  Unsere Rechnungen und Ansprüche gehen nicht auf. Seine Gedanken sind nicht unsere Gedanken. Erst müssen wir lernen, wie sehr Gott sich ohne Sicherheiten hingegeben hat in seinem Sohn Jesus Christus, der ein Kind in der Krippe wird, ein Opfer am Kreuz, ein Stück Brot und ein Schluck Wein auf dem Altar, die sein Leib und Blut werden. Vor einem Gott, der sich uns so voll Liebe hingibt, werden all unsere kleinkarierten Rechnungen erbärmlich und lächerlich. Und mehr und mehr werden wir verwandelt in Christus, der für uns Leben in Fülle und Gewinn ist, unschätzbar und unvergänglich. (Pastor Gereon Beese)

 

 

 

 

    

 

 

 

 

 

 

                                                                                               Medjugorje 03.09.2020

 

Liebe Freunde von Medjugorje und unserer Gemeinschaft, der Friede sei mit Euch! Nach einer Sommerpause möchte wir Euch alle ganz herzlich aus Medjugorje grüßen! Die Tage werden bereits herbstlich, auch hier ist der heißeste Punkt im Jahr überschritten und eigentlich die Zeit erreicht, in der sich sonst viele deutschsprachige Pilger auf den Weg nach Medjugorje machen. Doch weiterhin spüren wir die Folgen der Pandemie mitsamt ihren Reisebeschränkungen seitens unserer Regierungen. Nur einige kleine Gruppen aus Polen, aus Spanien und Irland sowie Einzelpilger sind zur Zeit in Medjugorje anzutreffen. So traf sich am 2. September nur eine kleine Zahl von Pilgern am Blauen Kreuz, um Maria für die jahrelangen Erscheinungen an jedem 2. des Monats zu danken und den Rosenkranz für diejenigen zu beten, die die Liebe Gottes noch nicht erfahren haben. Trotz der kleinen Zahl von Mitbetern war es eine ergreifende Gebetsgemeinschaft. Täglich gehen morgens um 5 Uhr Pfarreimitglieder zum Gebet auf den Erscheinungsberg. Jeder kann sich ihnen anschließen. Diese Gebetsinitiative soll bis zum 40. Jahrestag der Erscheinungen im Juni 2021 gehen. Seit dem 1. September findet das abendliche Gebetsprogramm wieder eine Stunde früher statt. Die gestalteten Anbetungsstunden von Dienstag und Samstag werden zur Zeit direkt nach der Abendmesse gehalten, damit sie auch per Internet übertragen werden können. Zudem gibt es am Donnerstag nach dem Abendprogramm "Nachrichten aus Medjugorje" und am Samstag eine Katechese der Franziskaner. Beides kann per Livestream, Youtube und Facebook mitverfolgt werden. Überraschend war sicher für viele der Anfang der letzten Botschaft der Muttergottes vom 25. August: "Liebe Kinder, dies ist die Zeit der Gnade. ...." Manche von uns hätten vielleicht gesagt, dass die Auswirkungen der Pandemie auch positive Seiten haben. Durch den Ausfall von Arbeit, Veranstaltungen und Reisen hat sich unser Leben in diesem Jahr einen Moment verlangsamt. Wir haben innehalten müssen und dabei vielleicht die schönen Dinge in der näheren Umgebung und unsere Mitmenschen neu entdeckt. Solidarität entstand, wo wir sie nicht erwartet hatten .... Das Ausfallen von Schulunterricht und Kita-Unterbringung, die Isolation von alten und behinderten Menschen in Heimen sowie wirtschaftliche Unsicherheiten haben dagegen viele Menschen und Familien in schwierige Situationen gebracht und Leiden verursacht. Nicht zuletzt hat das Fehlen

von heiligen Messen und kirchlichem Leben viele von uns schockiert. Von einer Zeit der Gnade zu reden wäre uns sicher nicht so einfach über die Lippen gekommen. Folgen wir trotzdem weiter der Spur, die uns Maria in dieser Botschaft vorgibt. Verharren wir im Gebet mit ihr, dort wo wir sind. Bitten wir sie, uns dabei die Augen des Herzens zu öffnen, damit wir jetzt schon an diese Gnade glauben und sie erkennen können. Haben wir keine Angst, auch auf unser eigenes Leben zu schauen um zu erkennen, wo wir Veränderung - Bekehrung nötig haben. Wir werden erleben, was sie uns in dieser Botschaft weiter verheißt: "Das Böse wird enden, und der Friede wird in euren Herzen und in der Welt herrschen." Danke, Maria, für diese Botschaft!! Die pilgerlose Zeit in Medjugorje ermöglicht auch uns hier vor Ort, mehr Zeit fürs Gebet zu finden als all die Jahre zuvor. Gerne schließen wir all Eure Anliegen in dieses mit ein und tragen es vor Jesus und Maria, sei es auf dem Erscheinungsberg, am Blauen Kreuz oder in der Anbetung. Auf einem meiner morgendlichen Besuche auf dem Erscheinungsberg ist das Foto entstanden, das ich diesem Brief noch anfügen möchte. Es zeigt, wie wenig Menschen zur Zeit dort sind. Aber es ist auch ein sogenanntes Suchbild, denn außer einer Pilgerin im Hintergrund gibt es noch ein anderes "Lebewesen" darauf, das nur schwer erkennbar ist, aber das viele von Euch kennen! Viel Freude also beim Suchen und Gottes reichen Segen

Sr. Edith mit P. Thomas und Waltraud 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Segensgebet in Zeiten von Krankheit und Not

 

 

Jesus, du bist der Herr unseres Daseins, der Herr über Leben und Tod.

 

Zu Dir kamen die Menschen mit ihren Krankheiten und Beschwerden. Von dir sagt die Schrift: Und alle, die ihn berührten, wurden geheilt (Mk 6,56).

 

Schau auch heute auf dein Volk, das verunsichert und ratlos ist. Schau auf die Kranken und auf die, die Angst haben.    Schau auf die, die uns regieren und auf die, die nach Lösungen forschen. Schau auf die, die für uns arbeiten in der Krankenpflege, in der Versorgung, im Alltag.

 

Schau auf deine Kirche und lass sie in dieser Krise ihren Platz finden, bei den Menschen zu sein, zu segnen und zu beten, Dich zu verkünden und die Sakramente zu feiern, die wir so dringend brauchen. 

 

Rüttle uns auf durch die Ereignisse und lass uns spüren, was wirklich bleibt und worauf es ankommt.

 

Herr Jesus Christus, auf die Fürsprache deiner Heiligen Mutter segne dein Volk, verbinde die Glaubenden miteinander, heile die Kranken, stärke die Sterbenden und gib all unseren Verstorbenen das Ewige Leben in deinem Reich!   Dein Reich komme!  Amen.

 

                                                                                          

Pastor Gereon Beese

 

 

 

Interview mit Erzbischof Henryk Hoser

19.05.2020

Apostolischer Visitator, Sonderbeauftragter für die Pfarrei Medjugorje

 

 

 

 

 

Ihre Exzellenz, vielen Dank für die Möglichkeit zu diesem Gespräch. Die Welt blieb seit dem Coronavirus stehen. Vater Erzbischof, sehen Sie etwas Positives, etwas Gutes, das aus diesem großen Drama geboren kann?

Die Epidemie hat uns mit ihrem Ausmaß überrascht. Da sie weltweit aufgetreten ist, nennen wir sie Pandemie. Zu diesem Zeitpunkt hat es die meisten Staaten und Gesellschaften erreicht, und gleichzeitig das Verschwinden des sozialen und wirtschaftlichen Lebens verursacht. Einerseits fühlen die Gläubigen starke Einschränkungen beim Zugang zu öffentlichen religiösen Praktiken; die Kirchen sind oftgeschlossen oder es gibt Regeln; nur sehr wenige Gläubige können eine Kirche gleichzeitig betreten. Dies ist auch eine bislang nie dagewesene Situation. Während früherer Naturkatastrophen oder Kriegen strömten die Menschen in die Kirchen, während sie jetzt dessen beraubt wurden.

Andererseits verweilen sie zu Hause, und dies ist eine großartige Gelegenheit für die Familien zusammen zu sein, wozu sie bisher durch die Beschäftigung der Eltern, dem Aufenthalt der Kinder in Schulen, Kindergärten und Kinderkrippen keine Zeit hatten. Als Folge davon entstand die Situation, dass es zerbrochene familiäre Beziehungen gab, Eltern sprachen nicht mit ihren Kindern, Kinder nicht mit ihren Eltern, Geschwister trafen sich seltener, es gab keine gemeinsamen Mahlzeiten und das gemeinsame Gebet in den Familien war verschwunden.

Jetzt ist eine Gelegenheit für Familien, in ihrem gemeinsamen Leben wiedergeboren zu werden, und deshalb ist diese Zeit für uns völlig einzigartig. Auf der einen Seite haben wir die Beschreibungen dieser Situation in den Statistiken der Infizierten, den Statistiken der Kranken, der Genesenen ect., den Statistiken über die Wirtschaft und die Aussichten für die Zukunft, aber auf der anderen Seite ist es auch ein Zeichen für die ganze Welt.

Dies ist eine große Demütigung für jene, denen es schien, als würden sie die Welt regieren, für diejenigen, die heute die einzig wichtige Ideologie dieser Welt geschaffen haben und das ist die Ideologie des Profits; Der Profit, der das Ziel der gesamten Weltwirtschaft war. Die Unternehmen dominierten über Landesregierungen und einzelne Länder und all dies brach - um es klar auszudrücken - zusammen.

Wir durchleben eine große geistige Erneuerung. Eine geistige Erneuerung, bei der wir über unsere Lebensweise, unseren Lebensstil als Verbraucher, die Müllzivilisation, die die ganze Welt überschwemmt, und gleichzeitig über Ideen, die Müll sind, nachdenken müssen. Diese Ideen geben weder Sinn noch Perspektive. Kehren wir zu den grundlegenden Dingen zurück. Wahrhaftig für die Gläubigen in dieser Zeit, ist es eine Zeitdes Nachdenkens, in dem uns der Zutritt zu den Sakramenten erschwert ist und einige sich sehr nach den Zeiten sehnen, in denen sie die Sakramente wieder empfangen können. Dies ist allgemein die Situation. Ähnliches passiert auch in unserer Region, in Medjugorje.

Pilger kamen das ganze Jahr über nach Medjugorje. Jetzt können Sie die Botschaft von Medjugorje nur im Kreis ihrer Familie, in der Pfarrei, in kleinen Gruppen, empfangen. Auch wenn wir die Livestream-Übertragung haben, die von mehr als 3 Millionen Menschen gesehen wird, kann man sagen, dass wir in Medjugorje eine neue spirituelle Wirklichkeit leben?

Medjugorje sieht wie eine Wüste aus, in dem Sinne, dass es keine Menschen auf den Straßen gibt oder nur sehr wenige. Es gibt keine Spuren der Anwesenheit von Pilgern und auch die Einwohner von Medjugorje, unsere Pfarrgemeindemitglieder, haben aufgrund der hohen Anforderungen wegen der Gesundheitsvorsorge keinen Zutritt zur Kirche. Dies sind jedoch vereinte Familien mit mehreren Generationen, die immer noch den Brauch haben, gemeinsam zu beten, vor allem den Rosenkranz. Anderseits gibt es die Live-Übertragungen in die ganze Welt, in der für Medjugorje typischen Liturgie: Die Heilige Messe und die Anbetung. Auf diese Weise bleibt die Verbindung zwischen Medjugorje und den Pilgern erhalten, die sich ebenfalls nach diesem Ort sehnen und auf die Zeit warten, in der sie hierher zurückkehren können.

Am 12. Mai, ist ein Jahr vergangen, seit dem Papst Franziskus offizielle Pilgerreisen nach Medjugorje genehmigt hat. Wie erinnern Sie sich an dieses Ereignis, das großartig für uns alle war?

Es war eine große Freude für uns alle in Medjugorje. Ich erinnere mich, dass wir das Privileg hatten, der Welt diese Erklärung des Heiligen Stuhls in der Kirche in Medjugorje zu verkünden; in der Kirche des hl. Apostels Jakobus, der der Schutzpatron der Pilger ist. Von dort ging diese gute Nachricht hinaus. Ich möchte Sie an den Inhalt dieser Erklärung erinnern: Es gibt keine Hindernisse bei der Organisation von Pilgerreisen nach Medjugorje, an denen alle Menschen, aus denen die Kirche besteht, teilnehmen können, ausgehend von der hohen Hierarchie, den Kardinälen, Erzbischöfen, Bischöfen, Priestern aus aller Welt, aber auch den Menschen, die sorgenlos an diesen Ort kommen können, der durch diese Erklärung zusätzlich bereichert wurde. Dort finden die Menschen wirklich das, was sie in ihrem Leben verloren haben. Sie bekommen die Begegnung mit dem zurück, der dort auf sie wartet, und das ist Gott, das ist der Herr Jesus, das ist die Muttergottes. Es war eine große Freude, die sich auf der ganzen Welt verbreitete, denn sie unterstreicht die universelle Rolle dieses Heiligtums, das von Pilgern aus allen Kontinenten besucht wird; ein Heiligtum, das für die Universalität der Kirche offen ist. Wir freuen uns darüber und dies zeigt auch die Zukunft von Medjugorje, die im Rhythmus des Herzens der Universalkirche gelebt werden sollte.

Wie beurteilen Sie diese Entscheidung und ihre Früchte aus der Perspektive des vergangenen Jahres?

Diese Entscheidung hat sichtbare Früchte, in der Zunahme der Zahl der Pilger und der Zahl der Priester, die sie begleiten, gebracht. Es kamen auch hochrangige Vertreter der Kirche, beginnend mit dem Jugendfestival im letzten Jahr, und dauerte an bis zum Ausbruch dieser Epidemie. Ich denke, dass es, wenn diese Epidemie vorüber ist, zur Rückkehr der Pilger an diesen Ort kommen wird - sehr charismatisch - weil dies ein Ort ist, an dem das Licht des Evangeliums, das Licht Christi leuchtet.

Diese Woche ist reich an marianischen Inhalten. Der 13. Mai ist der Jahrestag der Erscheinungen von Fatima und des Attentats auf Papst Johannes Paul II. Erinnern Sie sich an diesen tragischen Tag? Was ist damals geschehen, wie haben Sie es erfahren?

Wir haben dies von Erzbischof André Perraudin erfahren, der uns, wie ich mich erinnere, mittags in der Pfarrei besuchte, als ich in der Mission in Ruanda war. Dies war eine tragische Nachricht, die uns auf irgendeine Weise gelähmt hat. Wir alle beteten für die Rettung des hl. Johannes Paul II. In den Stunden nach dem Attentat saßen wir atemlos da, und erlebten seine dramatischen Erfahrungen erneut, den Kampf um sein Leben im Gemelli-Krankenhaus und endlich eine langsame, lange und schwierige Rehabilitation mit begleitenden Komplikationen, die dazu führten, dass der Papst dann langsam zu seinen üblichen Aktivitäten zurückkehrte. Aber schon von seinem Krankenbett, vom Krankenhausfenster aus, segnete er jene, die vor der Klinik standen und für ihn beteten.

Johannes Paul II. hat selbst gesagt, dass die Hand „Unserer Lieben Frau“ die Kugel von Ali Agca leitete. Dank der Hand der Muttergottes, die die Kugel führte, überlebte er, da sie seine lebenswichtigen Organe umging.

Der Heilige Vater selbst sagte, dass die Muttergottes diese Kugel geführt hatte, die seine lebenswichtigen Organe umging. Heute befindet sich diese Kugel in der Krone der Muttergottes in Fatima, da der Tag des Attentats der Jahrestag der Erscheinungen in Fatima war und der Heilige Vater ein angesehener marianischer Papst war. Er nahm sogar als seinen bischöfliches Wahlspruch das Motto: „Totus tuus“, Ganz dein Maria.

Sein ganzes Leben lang lebte er eine tiefe marianische Spiritualität, die er von zuhause mitbrachte, und die er später selbst weiter formte. Bei der Arbeit im Steinbruch trug er in seiner Hosentasche eine Broschüre des hl. Ludwig Maria Grignon von Montfort über die Verehrung der Heiligen Jungfrau Maria. Und sein ganzes Leben lang betonte und entwickelte er die Mariologie des 20. Jahrhunderts im Geiste des II. Vatikanischen Konzils und der Konstitution von Lumen Gentium, Kapitel 8; dies war der Ausgangspunkt seiner gesamten Überlegungen. Er war auch der Nachfolger des marianischen Papstes Paul VI., der sich bewusst war, dass die nachkonziliare Krise dazu führte, dass die marianische Frömmigkeit als Volksfrömmigkeit aufgegeben wurde, da sie den Intellektuellen der offenen Kirche als wertlos erschien. Deshalb, gab der Heilige Vater Paul VI. drei wichtige Dokumente zum Thema des Marienkultes heraus, insbesondere das Hauptdokument "Marias cultus". Von Anfang an vertraute Johannes Paul II. sich Maria an und er sprach ständig von ihr. Er pilgerte zu den Marien-Heiligtümern, und so hatte seine erste Reise nach Mexiko das Ziel, die Muttergottes von Guadalupe zu besuchen.

Auch später besuchte er während seines gesamten Pontifikats hunderte von Marienheiligtümern, und dank ihm wurde das Bild der Muttergottes auf die Vorderseite des Apostolischen Palastes gehängt und ist vom gesamten Petersplatz aus zu sehen. Auch dies zeigt die Liebe von Johannes Paul II. zur Heiligen Jungfrau Maria.

Das Pontifikat des hl. Johannes Paul II. war zu der Zeit, als sich in Medjugorje die Verehrung der Mutter Gottes entwickelte. Vater Erzbischof, kennen Sie die Meinung Johannes Paul II. über das, was in Medjugorje geschah, über die Verehrung der Mutter Gottes dort?

Johannes Paul II. war von Anfang an sehr zugeneigt und interessiert an den Ereignissen in Medjugorje, die wir heute entdecken, denn der Marienkult, den wir hier entfalten, ist die Verehrung der Königin des Friedens, die tiefe Wurzeln in den Erscheinungen von Fatima hat. Heute gedenken wir ihrer, am Jahrestag der ersten Erscheinungen, die im sogenannten „Tal des Friedens“ 1917 stattfanden. 8 Tage später hat Papst Benedikt XV. die Anrufung „Königin des Friedens“ in die Lauretanische Litanei eingefügt. Diese Erscheinungen schützten unsere Zukunft vor Konflikten und riefen zur Bekehrung auf. Die Bekehrung ist die Einführung des Friedens zwischen den Menschen und Gott. Das ist Bekehrung - Gottes Frieden im Herzen des Menschen. Denn zuallererst wohnt der Unfriede in jedem von uns und bewirkt, dass dieser Unfriede sich negativ auf unsere Umwelt auswirkt. Bevor wir uns nicht mit Gott und im Anschluss daran mit unserem Nächsten versöhnen, haben wir große Schwierigkeitenuns überhaupt zu versöhnen, um mit den anderen leben zu können wie mit Brüdern und Kindern desselben Gottes.

Wenn wir über Fatima sprechen, muss ich Sie etwas fragen, das die Menschen manchmal in Aufruhr bringt. Kennen wir alle Erscheinungen von Fatima? Wurden sie irgendwo veröffentlicht? Wissen wir, was die Mutter Gottes uns vermitteln wollte?

Ich denke, das Mysterium ist etwas, was wir immer nur teilweise entdecken, wir haben keine absolute Gewissheit auf diesem Gebiet, aber das, was veröffentlicht wurde, zeigt mehr oder weniger den Sinn dieser Erscheinungen und ihre Notwendigkeit für die heutige Welt. Diese Erscheinungen geschehen in einer apokalyptischen Perspektive, beziehungsweise in der Zukunft, mit dem ständigen Kampf zwischen Gut und Böse, dem ständigen Kampf um die Herrschaft Christi, damit sein Gegner, der Herrscher dieser Erde, nicht mehr sichtbar sein möge.

Kehren wir zurück zu Medjugorje. Zahlreiche Pilger stellen die Frage, ob sie in diesem Jahr am Jugendfestival und anderen wichtigen religiösen Veranstaltungen in Medjugorje teilnehmen können?

Wir alle sehnen uns nach dem Jugendfestival, weil es das wichtigste Ereignis im gesamten liturgischen Jahr in Medjugorje war, aber natürlich sind wir von der epidemiologischen Situation abhängig. Wenn sie sich beibehält, wird es in diesem Jahr leider nur ein virtuelles Treffen mit Medjugorje geben, aber kein reales, physisches, zu dem die Menschen kommen können, da nicht nur die Grenzen geschlossen sind, sondern auch der Transport nicht funktioniert, so dass es nicht einmal Bedingungen gibt, hierher zu kommen. Dementsprechend wird dasJugendfestival höchstwahrscheinlich in diesem Jahr nicht stattfinden.

Vater Erzbischof, wann wird die endgültige Entscheidung gefällt, ob das Jugendfestival stattfindet?

Vielleicht Ende Juni, weil wir Zeit für die Vorbereitungen geben müssen, nicht nur vor Ort, bei der Organisation des Festivals, sondern auch den Pilgern, um alle notwendigen Dokumente, die Transportmittel usw. anfordern zu können, um nach Medjugorje zu reisen.

Vater Erzbischof, welche Botschaft möchten Sie  am Ende dieses Treffens  unseren Zuschauern,  Medjugorje Pilgern und Freunden dieses Ortes geben?

Liebe Freunde von Medjugorje, liebe Pilger, liebe Gemeindemitglieder, ich wende mich an Sie mit einer großen Bitte: Lebt im Geist der Hoffnung; denn Medjugorje hat die Aufgabe, die Hoffnung im Menschen zu erwecken, die theologische Hoffnung, die Hoffnung Gottes, das bedeutet, dass Gott immer derjenige ist, der uns mit großer Liebe und Barmherzigkeit führt, und dass er uns die Mutter Gottes sendet, damit auch sie uns zu Gott führt. Sie zeigt uns immer Jesus, sowie es auch in Medjugorje geschieht, und ich bitte Sie, wirklich der Säemann des Friedens, des Vertrauens und der Nähe Gottes zu sein, die uns in diesen Momenten nicht verlässt. Schaut auf eure Weinberge, Olivenhaine. Sie erinnern an das Heilige Land, wo Jesus lebte. Und er begleitet uns auch weiterhin in aller Ewigkeit und sendet uns seine Mutter, damit sie uns beschützt; auf dass sie die Beschützerin unseres inneren, familiären und sozialen Friedens sei. Deshalb werden wir auch weiterhin durch die Medien, die heute ständig aktiv sind, mit ihnen verbunden sein, damit Sie geistlich mit Medjugorje vereint sein können, betend für den Moment, in dem wir uns dort wiedersehen und Gott danken werden, für alle Gaben, die wir erhalten haben. Gelobt seien Jesus und Maria!

 

 

 


 

Spendenaufruf durch den Ortspfarrer von Medjugorje, Pater Marinko Sakota

Liebe Gläubige,

 

Wir grüßen Sie herzlichst aus Medjugorje, einem Ort, von dem viele bezeugen werden, dass er das geistige Zentrum der Welt ist, eine Oase des Friedens. Wir sind unserem lieben Gott unermesslich dankbar für die Gnaden, die wir durch die Fürsprache der Königin des Friedens empfangen haben. Mütterlich geduldig und fürsorglich lehrt Sie uns, ermutigt, ermahnt, lenkt und führt uns auf dem Weg des Friedens. Für uns alle, die wir in Medjugorje arbeiten, sind Ihre Gebete Belohnung und Stärke, für unsere harte Arbeit, bei der Verbreitung des Guten, der Wahrheit, der Liebe und des Friedens.

 

In diesen Tagen befindet sich die ganze Welt aufgrund der neuen entstandenen Situation mit dem COVID 19-Virus, der große Probleme verursacht hat, in einer besonderen Atmosphäre. Unser Informationszentrum Mir Medjugorje überträgt das Abendgebetsprogramm das ganze Jahr per Live-Stream in die Welt. Unsere Kapazitäten betragen durchschnittlich 300.000 IPs pro Tag im Jahr, gestern aber wurde unser Gebetsprogramm von über 2.000.000 einzelnen IP-Adressen verfolgt. Gott sei Dank haben wir die technologischen Errungenschaften, mit denen wir das Gebet in die Welt senden können. Aufgrund der erhöhten Anzahl von Serverbesuchern traten gestern häufig Unterbrechungen und Störungen auf. Wir arbeiten derzeit daran, unsere Kapazitäten zu erhöhen, um sicherzustellen, dass alle das Abendgebetsprogramm in der kommenden Zeit reibungslos verfolgen können. Die Erhöhung der Kapazität hat unsere Kosten erhöht, daher bitten wir Sie um Ihre finanzielle Unterstützung zur Anmietung von neuen Serverkapazitäten, um unser Gebetsprogramm auch in den kommenden Tagen allen zugänglich machen zu können.

 

Möge die Fürsprache der Königin des Friedens Sie begleiten!

 

Gott segne Sie und Ihre Familien!

 

Pater Marinko Sakota, Pfarrer

 

 

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Botschaft vom 25.August 2020

 

"Liebe Kinder! Dies ist die Zeit der Gnade. Ich bin mit euch und ich rufe euch, meine lieben Kinder, von neuem auf, zu Gott und dem Gebet zurückzukehren, bis das Gebet euch zur Freude wird. Meine lieben Kinder, ihr habt keine Zukunft und keinen Frieden, bis euer Leben mit der persönlichen Bekehrung und der Veränderung zum Guten beginnt. Das Böse wird enden, und der Friede wird in euren Herzen und in der Welt herrschen. Deshalb, meine lieben Kinder, betet, betet, betet! Ich bin mit euch und ich halte vor meinem Sohn Jesus Fürsprache für jeden von euch. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!"

 


 

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